Als „Zeitverschwendung auf höchstem Niveau“ hat der baden-württembergische AfD-Bundestagsabgeordnete und Entwicklungspolitiker Markus Frohnmaier eine Veranstaltung in der TU Berlin am Montag bezeichnet, bei der der US-amerikanische Unternehmer Bill Gates mit Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) darüber diskutierte, wie man „Afrika helfen“ könne.

Auf der Veranstaltung, die unter höchsten Sicherheitsvorkehrrungen stattfand, unterhielten sich Gates und Müller unter anderem über „klimaneutrale Kühlschränke“ für Afrika sowie über die Digitalisierung des Kontinents. Müller, so schreibt die Berliner Zeitung, hoffe, „dass das schon bald dazu führt, dass Nobelpreise von der jungen afrikanischen Generation abgeräumt werden“.

„Kein Wunder, dass man uns international zwar als Sponsor gerne bei sich hat, aber politisch nicht ernst nimmt“, so Frohnmaier über die Aussagen Müllers. Während in Berlin „auf der Bühne eine etwas eitle Herrenrunde sich im seichten Palaver“ ergehe, mache die Volksrepublik China in Afrika Nägel mit Köpfen. Peking hat angekündigt, 60 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung Afrikas zu investieren. Zum Vergleich: Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft schätzt, dass im laufenden Jahr Unternehmen aus Deutschland gerade mal eine Milliarde Euro in Afrika investieren.
Frohnmaier: „Mit Sektschlürfen und Hummerknacken lassen sich Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen Deutschlands auch in Afrika nicht sichern. Wir brauchen eine Afrika-Politik, die darauf ausgerichtet ist, die heutigen Entwicklungsländer zu unseren Handelspartnern zu machen und die illegale Migration nach Europe zu stoppen.“