Der baden-württembergische AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier hat mit scharfen Worten Pläne der Böblinger Stadtverwaltung kommentiert, im Stadtteil Dagersheim eine Container-Siedlung für etwa 70 Flüchtlinge zu errichten. Frohnmaier äußerte Unverständnis über das sechs Millionen Euro teure Bauvorhaben. „Wenn das jetzt Schule macht, werden unsere Dörfer und Gemeinden mit Wohncontainern verschandelt“, so der AfD-Politiker, der aus der Region stammt. Laut SZ/BZ muss der Landkreis Böblingen im nächsten Jahr bis zu 600 Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung stellen.

Frohnmaier sagte weiter, er halte das Bauvorhaben zudem für unnötig: „Wohnraum ist vorhanden, wenn der Staat seinen Pflichten nachkommen würde. Es gibt in Baden-Württemberg rund 26.000 ausreispflichtige Migranten, nie nicht abgeschoben werden. Man sollte diese in ihre Herkunftsländer abschieben und auf den Bau von Containerdörfern verzichten.“

Zudem bemängelte der AfD-Bundestagsabgeordnete die Idee, Wohncontainer seien eine Art „Allheilmittel gegen den Mangel an Wohnraum“.

Zudem kritisierte Frohnmaier den Plan, auf Sicherheitspersonal in der Flüchtlings-Containersiedlung zu verzichten. Er sprach in diesem Zusammenhang von einem „Sicherheitsrisiko“ und „grob fahrlässigem Verhalten“. Der AfD-Bundestagsabgeordnete betonte, eigentlich sollte Sicherheitspersonal immer „als Präventionsmaßnahme zur Pflicht in Unterbringungen werden, um die Ordnung sicherzustellen und das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken“.