Der baden-württembergische Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier hat in der gegenwärtigen Debatte um ein Dieselverbot mehr Sachlichkeit angemahnt. Die Diskussion dürfe nicht „auf Basis irgendeiner grünen Verbots-Ideologie“ geführt werden, sondern müsse die Faktenlage berücksichtigen. Immer mehr deutsche Großstädte müssen Diesel-Fahrzeuge aussperren. Der Grund: Die Fahrzeuge würden die Luft verschmutzen.

Der AfD-Politiker verweist auf ein jüngst erschienenes SWR-Interviewmit Professor Dieter Köhler, dem ehemaligen Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Lungenheilkunde. Köhler weist darauf hin, dass Studien zu Stickstoffdioxid (NO2 oder Stickoxid) in der Vergangenheit immer wieder falsch interpretiert worden seien.

Zu den Stickoxid-Grenzwerten sagt er im SWR-Interview: „Stickoxide in diesen Grenzwerten sind überhaupt nicht gefährlich. Wir reden von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter, das ist der Grenzwert. Ein Raucher beispielsweise erreicht über 200.000 Mikrogramm pro Kubikmeter, wenn er eine Zigarette raucht – und er fällt ja nicht tot um.“

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Frohnmaier kritisiert, dass in der Diesel-Debatte wissenschaftliche Argumente „keinerlei Stellenwert haben“ und sieht in den Fahrverboten stattdessen „einen rot-grünen Feldzug gegen das Auto und gegen die Autofahrer“. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart ist die Einführung eines Verbots für Diesel der Euronorm 4 und schlechter ab dem 1. Januar 2019 geplant.