Der Böblinger AfD-Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier hat sich in die Diskussion um die Asylunterkunft in Dagersheim eingeschaltet und eine Bürgerbefragung durch die Behörden gefordert. In einem Meinungsartikel auf seiner Webseite (http://www.markusfrohnmaier.de/2018/11/02/asylunterkunft-in-dagersheim-buergerbefragung-jetzt/) fordert Frohnmaier, die Bürger sollten das Recht bekommen, selbst über die Pläne, die einen massiven Eingriff in das Leben des Böblinger Stadtteils darstellen, zu entscheiden.

Der AfD-Bundestagsabgeordnete kritisiert zudem den Umgang mit den Kritikern des Asylprojekts. In seinem Kommentar schreibt Frohnmaier: „Warum herrscht bei uns ein politisches Klima, in dem die Gegner und Kritiker des Dagersheimers Asylplans es vorziehen müssen, anonym zu bleiben? Warum ist offensichtlich keine offene Aussprache bei solchen wichtigen Themen mehr möglich? Warum müssen die Kritiker von Merkels Asylpolitik nach wie vor befürchten, Nachteile zu erleiden, wenn sie sich outen?“ Frohnmaier äußerte gerade vor dem Hintergrund der mutmaßlichen Massenvergewaltigung in Freiburg, „wo nach Medienangaben acht (!) Männer, darunter sieben Migranten, über eine wehrlose junge Frau hergefallen sein sollen“, Verständnis für die Gegner einer Asylunterkunft Dagersheim. Das Thema, so der AfD-Bundespolitiker aus Böblingen, erfordere eine „offene Diskussion ohne ideologische Scheuklappen“.