Vergangene Woche hat die Unionsfraktion im Bundestag ihr Lateinamerika-Karibik-Strategiepapier „Vision 2030 – Eine Partnerschaft für die Zukunft“ veröffentlicht. Der entwicklungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, erklärt dazu:

„Der Fokus deutscher Entwicklungspolitik in Lateinamerika ist falsch ausgerichtet. Zwar stellt die Union in ihrem Papier richtig fest, dass dem wachsenden Einfluss Chinas in Lateinamerika seitens der europäischen Staaten selbstbewusst begegnet werden muss. Jedoch will man weiterhin und eher noch intensiver in Wohlfühl- und Ideologieprojekte ganz im Sinne der UN-Agenda 2030 investieren.

Stattdessen lohnt es, sich auf die wirtschaftliche Kooperation mit amerikanischen Ländern vollständig zu konzentrieren und in diesem Zusammenhang gegebenenfalls sinnvolle infrastrukturelle und sicherheitspolitische Projekte zu fördern. Es ist jedoch nicht deutsche Aufgabe, soziale Ungleichheit im G20-Staat Mexiko zu beseitigen oder die Abholzung in Brasilien zu regulieren. ‚Gendersensible Männerarbeit in Nicaragua‘ und Co. sind jedenfalls nicht gerade das, was ich mir als sinnvolle Entwicklungszusammenarbeit mit strategischen Partnern in Amerika vorstelle.“